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Demenz - eine Herausforderung an unsere Gesellschaft
Durch die stetig steigende Zahl alter Menschen in unserer Gesellschaft wird Demenz zu einer immer größeren Herausforderung der Zukunft. Gegenwärtig leiden in Deutschland ca. 1 Million Menschen unter dieser Erkrankung. Bis zum Jahr 2050 soll die Zahl der Demenzkranken auf 2 Millionen steigen.
Aus Veröffentlichungen oder gar aus eigener oft schmerzlicher Erfahrung wissen wir, wie belastend die Begleitung der Demenzkranken für Angehörige sein kann. Hinzu kommt die Tatsache, dass viele pflegende Angehörige bereits selbst über 60 Jahre alt sind. Unsere Unterstützungsformen richten sich daher nicht nur unmittelbar an Demenzkranke. Entsprechende Hilfsangebote für Angehörige werden ebenso dringend benötigt, um diese zu entlasten und sie in ihrer Pflegebereitschaft so lange wie möglich zu stärken.
Seit Inkrafttreten des Pflegeleistungsergänzungsgesetzes im Jahr 2002 entstanden in Baden-Württemberg zahlreiche Betreuungsgruppen und Entlastungsangebote für Demenzkranke und deren Angehörige.
Diese so genannten niedrigschwelligen Entlastungsangebote sind Angebote zur Betreuung von Pflegebedürftigen mit erheblichem Beaufsichtigungs- und Betreuungsbedarf. Dabei übernehmen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer stundenweise unter pflegefachlicher Anleitung von anerkannten Trägern ambulanter Pflegedienste oder teil-/stationärer Einrichtungen die Betreuung von Demenzkranken in Gruppen oder im häuslichen Bereich. Sie entlasten und unterstützen pflegende Angehörige, durch die Übernahme der Betreuung und durch ihre einfühlsame Begleitung bei der oft jahrelangen Pflege.
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